Schwangerschaft und Rheumaerkrankungen

Entzündliche rheumatische und immunologische Erkrankungen betreffen häufig Frauen im gebärfähigen Alter. Einerseits kann die Schwangerschaft die Aktivität der Erkrankung verändern. Andererseits können die Krankheitsaktivität sowie bestimmte Autoantikörper Schwangerschaftsrisiken mit sich bringen.

Wir bieten eine individuelle und evidenzbasierte Beratung und Betreuung zu den Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillen bei entzündlichen rheumatisch-immunologischen Erkrankungen an. Während der Schwangerschaft gibt es regelmässige Kontrollen in unserer Spezialsprechstunde. Diese ergänzt die Routinekontrollen bei den betreuenden Frauenärztinnen und Frauenärzten. Der Fokus unserer Betreuung liegt auf der Rheumaerkrankung und deren Auswirkung auf die Schwangerschaft und umgekehrt. Männern mit rheumatischen Erkrankungen und Kinderwunsch bieten wir Beratungsgespräche an, in denen wir die Auswirkungen von Antirheumatika auf die Fruchtbarkeit und auf die Gesundheit eines gezeugten Kindes thematisieren.

Weitere Informationen zu Schwangerschaft und Rheumaerkrankungen

Wer sind wir?

Wir sind ein erfahrenes und spezialisiertes interprofessionelles Team aus Hebamme, Psychologinnen, Pflegefachpersonen und Ärzten für Rheumatologie und Immunologie.

Wer sind unsere Patientinnen und Patienten?

In der Spezialsprechstunde beraten und betreuen wir Patientinnen mit Kinderwunsch bzw. während der Schwangerschaft und Stillzeit. Unsere Patientinnen leiden an entzündlichen rheumatisch-immunologischen Erkrankungen wie Systemischem Lupus erythematodes, Antiphospholipid-Syndrom, Sjögren-Syndrom, rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, axiale Spondyloarthritis oder Takayasu Arteriitis.

Auch Männern mit rheumatischen Erkrankungen bieten wir Beratungsgespräche betreffend antirheumatische Therapie und Kinderwunsch an.

Was bieten wir an und was können wir tun?

Bei der Planung einer Schwangerschaft erfolgt ein Beratungsgespräch zur Abklärung möglicher Risiken für Krankheitsschübe und Schwangerschaftskomplikationen.

Die antirheumatische Therapie wird hinsichtlich ihres Nutzen-Risiko-Profils für die Phase vor und während der Schwangerschaft sowie für die Stillzeit besprochen und entsprechend angepasst oder ergänzt.

Das Management von Risikoschwangerschaften bespricht ein interdisziplinäres Team aus Fachpersonen der Geburtshilfe, Neonatologie, Anästhesie, Hämatologie, Nephrologie und Rheumatologie. Während der Schwangerschaft und bis drei Monate nach der Geburt erfolgen regelmässige Kontrollen unsererseits. Dabei können mögliche Krankheitsschübe rechtzeitig erkannt und behandelt und so ungünstigen Auswirkungen entgegengewirkt werden.

Wir widmen uns der Forschung zum Thema «Schwangerschafts-Outcome bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen» sowie zu «Postpartum Krankheitsaktivität und Stillen».

Das Zentrum für Schwangerschaft bei Rheumaerkrankungen hat zusammen mit dem Schweizerischen Rheumatologie Register SCQM (Swiss Clinical Quality Management) die Plattform RePreg entwickelt mit dem Ziel, mehr Erkenntnis über den Einfluss der Schwangerschaft auf die Rheumaerkrankung, respektive den Einfluss der Rheumaerkrankung auf die Schwangerschaft und auf die kindliche Gesundheit zu erhalten.

Wir möchten Sie motivieren bei diesem Projekt mitzuwirken!

Häufig gestellte Fragen / FAQ